BuCon 2017

So schwer es mir fiel, schon wieder meine Pferdchens alleine zu lassen, BuCon musste sein. Diese Veranstaltung für alle Fans der phantastischen Literatur lockt mich regelmäßig nach Deutschland. Auch dieses Jahr habe ich mir Freitags wieder in den Zug gesetzt, um mich beim Vortreffen am Abend schon mal einzustimmen und mit ein paar Leuten zu quatschen, denn am Samstag erwischt man sowieso nicht alle. Außerdem gibt es viele interessante Lesungen und Vorträge gleichzeitig, sodass man bei jedem Besuch die Qual der Wahl hat.

Nach einigem Brüten über dem Programmheft habe ich mich schließlich mit ‚Die Heldenformel‘ einem Vortrag von Mike Kryzwik-Groß in die theoretischen Hintergründe der Heldenreise einweihen lassen, dann Carsten Steenbergen, Ann-Kathrin Karschnik und Tom Daut bei ‚Diebesträume‘ belauscht und bin schließlich bei Tommy Krappweis hängen geblieben. Eine gute Wahl wie ich jetzt sagen kann. Einerseits weil ich ausgezeichnet unterhalten wurde und andererseits, weil man sich natürlich von jedem Referenten auch etwas abgucken kann. Denn man schreibt zwar im stillen Kämmerlein, aber wer seine Bücher verkaufen möchte, kann das am besten, wenn er mit seiner Stimme das Publikum zu fesseln vermag und es am besten auch noch zum Lachen bringt. Und da kann man sich Tommy Krappweis sicherlich zum Vorbild nehmen.

Um anschließend meine eigenen Bücher zu entdecken bedurfte ich jedoch der Hilfe von Ernst Wurdack. Er hatte offensichtlich die besseren Augen als ich. Als ich bei meinen Bemühungen, den Stand des Machandel Verlags zu finden, zum wiederholten Mal beim Stand des Wurdack Verlags gelandet war, hat er sich meiner erbarmt, mich zielstrebig zum Stand des Manchandel Verlags gelotst und mich blindes Huhn auf meine eigenen Bücher hingewiesen. Zu meiner Ehrenrettung sei zu sagen, dass die Verlegerin gerade nicht am Stand und das Schild recht klein war, aber die eigenen Bücher nicht zu sehen. Ts, ts, ts …

Voller Freude über das Wiedererscheinen von ‚Spiegelzauber‘ habe ich jedem der es wollte (oder auch nicht wollte) ein Exemplar unter die Nase gehalten. Zwei meiner Autorenkollegen (wer schreibt liest normalerweise auch gern) haben sich meiner erbarmt und ein Buch mit nach Hause genommen. Jetzt bin ich natürlich schon gespannt auf ihr Feedback.

Nach einem Stündchen Standdienst bei den Geschichtenwebern und einigen netten Gesprächen, kam es zur Verleihung des BuCon Ehrenpreises, den absolut verdient der rührige Torsten Low gewonnen hat. Der ‚bissige‘ Verleger war in diesem Moment gar nicht bissig, sondern so gerührt, dass er mit den Tränen kämpfte. Ein weiterer sehr verdienter Preisträger war Herbert W. Frank, der für sein Lebenswerk geehrt wurde.

 

Den Abend habe ich dann mit einem gemütlichen Abendessen mit den Autoren des Verlages Torsten Low ausklingen lassen. Aber das Ende des Abend ist eigentlich noch nicht das Ende des BuCon, denn man trifft sich  noch zum Frühstück, braucht eine Ewigkeit, um sich zu verabschieden (schließlich muss man jeden, den man kennt – und das werden jedes Jahr mehr Leute – mindestens einmal umarmen), schreibt noch beim Nachhausefahren die ersten Facebookbeiträge, postet bei Instagramm, twittert, liest, was die anderen geschrieben haben, sieht sich das eine oder andere Filmchen an, verabredet sich schon für das nächste Jahr …

Denn wie heißt es so schön: Nach dem BuCon ist vor dem BuCon!

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