Meine Katze und die Heizung

Meine Katze habe ich in früheren Blogbeiträgen bereits vorgestellt. Sie wohnt immer noch auf der Reitanlage, ist dort hauptberuflich als Mäusejägerin tätig, unterstützt mich jedoch auch bei meiner Arbeit, begleitet mich zu den Reitstunden und auf die Pferdekoppeln, setzt sich auf den Quittungsblock wenn ich schreiben möchte, klettert in die Kassa wenn ich Wechselgeld brauche und bedient die Rechenmaschine. Leider hat mir niemand die fünf Millionen bezahlt, die sie ausgerechnet hat.

Mit zunehmendem Alter hat sie jedoch, besonders in der kalten Jahreszeit, die Vorzüge des Heizkörpers im Büro schätzen gelernt. Wenn es draußen stürmt und schneit, schenkt sie mir einen mitleidigen Blick, wenn ich mich auf den Weg in die kalte Reithalle mache und macht es sich auf der Heizung bequem.

Fasziniert von den unterschiedlichsten Verrenkungen, in den meine Katze eine je nach Wunsch größere oder kleinere Oberfläche auf der heißen Oberfläche platziert, bin ich regelmäßig der Versuchung erlegen, sie zu fotografieren. Sie lässt es mehr oder weniger gelassen über sich entgegen. Wenn es ihr zu bunt wird, reckt sie mir einfach ihren Po entgegen.

Mäuse werden an kalten Tagen im Schnellverfahren erlegt, damit der warme Heizungsplatz möglichst kurz verlassen werden muss. Obwohl ich gestehen muss, dass ihre Jagdambitionen mit zunehmendem Alter schwinden. Da ist es mir doch tatsächlich passiert, dass auf eine entsprechende Aufforderung hin („Was ist los? Mausi jagen gehen!“) der Heizungsplatz zwar umgehend verlassen wurde, jedoch nur um direkt neben der Futterschüssel Aufstellung zu nehmen und mich erwartungsvoll anzusehen.

Den Mäusen wird es recht sein, wenn die Katze zwar nicht aus dem Haus ist, aber immerhin bequem auf der Heizung liegt. Allzusehr sollten sie sich jedoch nicht freuen. An den warmen Tagen erwachen die Lebensgeister meiner Katze und sie geht wieder auf die Jagd. Manchmal zum Entsetzen meiner Reitschülerinnen. So wurde einmal das Erscheinen meiner Katze mit einer Maus im Maul mit einem entrüsteten: „Sie ist voll die Mörderin!“, quittiert. Ich meinte darauf nur: „Das ist ihr Job.“ Daraufhin nachdenkliches Schweigen, dann das Aufleuchten einer Erkenntnis in den Augen der Mädels: „Sie ist eine Auftragskillerin!“

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