Erstens kommt es anders …

Wer kennt das nicht? Man hat alles wunderbar geplant und dann wird die schöne Planung über den Haufen geworfen. Denn tja, eigentlich wollte ich Ende Juni schon einige Kapitel von meinem neuen Roman fertig haben. Gerade mal das erste Kapitel habe ich geschafft. Und wer ist schuld? Meine Katze!

Das sagt zumindest meine Kollegin. Denn meine Katze hat ihr junges Pferd erschreckt, woraufhin meine Kollegin das Pferd unfreiwillig verlassen hat. Unglücklicherweise ist sie mit dem Fuß im Steigbügel hängen geblieben. Ergebnis: Eingerissenes Seitenband, eingerissenes Kreuzband und ein lädierter Meniskus.

Und das pünktlich zu Beginn der Schülergruppenhauptsaison und eine Woche vor meiner Qigonglehrerabschlussprüfung! Das Wochenende vor der Prüfung war ich nicht wie geplant mit Lernen beschäftigt, sondern damit, die Reitstunden so umzuschichten und zu organisieren, dass ich überhaupt zur Prüfung fahren konnte. Die restlichen Tage vor der Prüfung habe ich mich abends noch an die Unterlagen gesetzt, aber nach einem mehr als ausgefüllten Tag, hatte ich eher das Gefühl, mein Kopf würde leerer als voller. Mehr als einmal bin ich mit dem Buch im Arm eingeschlafen. Am Tag vor der Prüfung schließlich war ich der Überzeugung: Ich weiß gar nichts mehr.

Ein Grund mehr, statt weiterzulernen, die Ausstellungseröffnung meines Vaters zu besuchen. Ehrlich gesagt erschien es mir auch wichtiger. Sowenig ich im Herbst nochmal zur Prüfung antreten wollte, aber mein Vater ist neunundachtzig und wer weiß, wie viele Ausstellungseröffnungen ich noch mit ihm erleben darf.

Zum Glück hatte ich im Vorfeld schon einiges gelernt, sodass ich bei der Prüfung dann doch die Seiten ganz gut mit Wissen füllen konnte und bei der praktischen Prüfung am Folgetag kam mir zugute, dass ich bereits seit einem Jahr vertretungsweise den Qigongübungsabend in Schüttdorf leite. Also zu meiner großen Erleichterung die Prüfung erfolgreich absolviert.

Die Folgewochen war ich mehr als ausgiebig mit meinem Brotjob beschäftigt (siehe oben) und ich muss gestehen, wenn ich müde bin, wirkt sich das ausgesprochen negativ auf meine Kreativität aus. Ideen habe ich zwar trotzdem, aber irgendwie wollen sie sich nicht in Worte formen lassen.

Seit ein paar Tagen ist die Kollegin nun ohne Krücken unterwegs und es sieht so aus, als würde ich bald wieder mehr Zeit zum Schreiben haben. Als schnell ein Stück Holz, auf das ich draufklopfen kann, denn: Erstens kommt es anders …

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3 Kommentare

  1. lunaewunia

    Ja, wie oft leitet uns unser Leben anders, als wir es geplant haben…
    Doch zunächst erstmal was ein Glück dass es deiner Kollegin nach dem unfa einigermaßen gut ging!
    Und Glückwunsch dass du trotz erschwerter Umstände bestanden hast 😊
    Dann klappt es jz auch sicher mit dem weiter schreiben 😉

  2. Ich hoffe sehr. Schließlich soll der 3. Band meiner ‚Spiegelzauber‘-Trilogie bis Anfang Oktober fertig sein. Also fest Daumen drücken! 🙂

  3. Und danke für die Glückwünsche! 🙂

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